10.05.2014 Auf den Spuren der Glasbläser

Eric Constans informierte in einem Einführungsvortrag über die Entstehung und Entwicklung der Glasbläserei im Bitcherland und im elsässischen Hanauerland über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten.

Außerdem schilderte er anhand von zahlreichen Bildern Einzelheiten zur Geschichte der Glasherstellung. Die beiden weltberühmten Glaskünstler Emile Gallé und René Lalique fanden dabei besondere Erwähnung.
Unsere erste Glasbläser-Spur führte zunächst ins Minztal, nach Saint-Louis-lès-Bitche. Die im Jahre 1767 durch König Louis XV gegründete „Verrerie Royale Saint-Louis“, bis heute noch aktiv, war 1781 die erste, die auf dem europäischen Kontinent Kristall herzustellen wusste. Im Museum konnten wir ca. 1500 historische Kristallprodukte bewundern, die die Kunstfertigkeit („Savoir-faire“) von Saint-Louis in besonderer Weise hervorhoben.

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Glasbläser bei der Arbeit

Zum Mittagessen erreichten wir dann nach kurzer Fahrt das Rastaurant „A l’Aigle“ in Wimmenau, wo uns ein typisch elsässiches Mittagessen erwartete. Zur Unterhaltung sangen Charles und Gérard - unsere Begleiter im Museum und ehemalige Glasbläser – elsässisch-lothringische Folkoreliedchen zur Gitarre.

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Charles und Gérard singen elsässisch-lothringische Folkoreliedchen zur Gitarre

Am Nachmittag galt das Interesse der weltberühmten Glasbläserkunst von René Lalique. Vor zwei Jahren wurde dem Werk Lalique ein Museum gewidmet. Großartige Jugendstil- und Art-Deco-Kunst der Glasbläser bezauberte die Teilnehmer beim Rundgang durch das neue Museum in Wingen sur Moder.

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Glasbläserkunst St. Louise, Minztal
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Glasbläserkunst von Lalique